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27.01.2012 - RZ

Verkehrsminister reagiert auf Mahnung Drostes zur geplanten Sanierung der B 227

Der Ratinger CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Wilhelm Droste hatte sich mit einem Schreiben vom 15. Dezember 2011 sowie mit einem Schreiben von letzter Woche an den zuständigen Landesverkehrsminister, Herrn Harry K. Voigtsberger, gewandt, und ihn gebeten, die von vielen Seiten kritisierten Pläne zur Sanierung der B 227 kurzfristig einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Nunmehr antwortete der Minister und erläuterte Droste u.a. den Anlass und den Umfang der Sanierungsarbeiten.



Dafür wurde ein für bautechnische Überprüfungen anerkanntes Institut beauftragt, Probebohrungen durchzuführen und diese auszuwerten. Dem Straßenkörper wurden insgesamt 46 Bohrkerne entnommen. Die Untersuchung ergab, dass die Sanierungsbedürftigkeit unabhängig von der zukünftigen Verkehrsbedeutung aus dem Straßenzustand resultiert, den hier ein schadhafter Schichtenverbrauch, schlechte Griffigkeit, Risse, Abplatzungen, verminderte Tragfähigkeit, etc. kennzeichnet. Auch der seit dem Jahr 2005 gestiegene Anteil des Schwerlastverkehrs an dieser Stelle um 42% aufgrund des Gewerbegebiets und des Gartencenters erzeuge Handlungsbedarf.

Auch zum Baustellenmanagement äußerte sich der Minister erneut. Die Arbeiten werden im Rahmen einer 6-Tage-Woche, von 6:00 bis 22:00 Uhr, unter Einbahnregelung, disponiert. Sie sollen Anfang Juni 2012 beginnen und nach vier Monaten abgeschlossen sein. „Der Verkehrsminister hat abermals betont, dass die Bauzeit so kurz wie möglich gehalten wird. Dennoch werden die Maßnahmen des Landesbetriebs die Breitscheider wie auch die Lintorfer Bevölkerung auf eine harte Probe stellen“, kommentiert Droste die Einlassungen Voigtsbergers. Dabei hatte der Minister auch die Aufteilung der Maßnahme in zwei Bauphasen in Erwägung gezogen. Darauf wird nunmehr jedoch verzichtet, da zusätzliche Kosten für eine wiederholte Baustelleneinrichtung und –räumung sowie für die Verkehrssicherheit entstehen würden. Zudem würde sich die Gesamtbauzeit und die damit entsprechende verkehrliche Behinderung verlängern.

Hinsichtlich der geplanten Umleitungsstrecken, die von vielen Seiten als kaum tragfähig angesehen werden, bedauert und kritisiert Droste den mittlerweile enormen Zeitverzug seit den ersten Abstimmungsgesprächen zwischen Landesbetrieb und Vertretern der öffentlichen Belange: „Bereits am 14. Juli des vergangenen Jahres hat bei der Stadt Ratingen ein Abstimmungsgespräch der beteiligten Träger öffentlicher Belange bezüglich der Verkehrsführung während der Bauphase stattgefunden.

Es erscheint mir nur schwer nachvollziehbar, warum die zuständigen Behörden nicht bereits zu diesem frühen Zeitpunkt die betroffenen Bürger in Breitscheid und Lintorf sowie die örtlichen politischen Vertreter über die Planungen informiert haben. Ich bin überzeugt, dass an dieser Stelle ein anderes Vorgehen seitens der Stadt hilfreich gewesen wäre“, so Droste abschließend.

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